Die MQ+ Playlist der Woche

Ihr seid den Einheitsbrei auf euren Ohren satt, findet aber keine Inspiration, was man außer Helene noch so hören kann? Dann haben wir hier das Richtige für euch: Einmal in der Woche stellen wir euch 4 Songs aus unserer Redaktion vor, die wir gerne mit euch teilen möchten! Manchmal stecken spannende Geschichten dahinter, manchmal suchen wir einen Song einfach nur so aus – weil er Spaß macht oder uns einfach begeistert.

13508843_1645750812411345_3005991060396153728_n

In dieser Woche meldet sich Florian zu Wort – und hier geht’s zur Playlist:
Playlist der Woche Nr.1

The Last Shadow Puppets – Aviation
Im Kern besteht diese Formation aus Miles Kane und Alex Turner. Letzterer
dürfte bekannter sein als Frontmann der Indie bzw. Garage Rock Combo Arctic
Monkeys, die seit Mitte des vorangegangen Jahrzehnts eine große Fangemeinde,
insbesondere im Vereinten Königreich, um sich scharen konnte.
Aufgrund dieses Zusammenhangs dürften Stimme und Stimmung einige
Assoziationen wachrufen. Doch der Sound der Last Shadow Puppets ist ein
anderer: Streicher-Arrangements treffen auf eine zurückhaltende
Banduntermalung. Deshalb wird ihnen oft der Klang der 60er attestiert, wobei
sie sich selbst hauptsächlich auf das Werk von Scott Walker berufen.
Album: Everything You’ve Come to Expect (2016)

Scott Walker – My Death
Auf der einen Seite scheint einem die (frühe) Musik von Scott Walker recht
vertraut. Da ist ein Orchester, virtuos und opulent, aber immer diesen
verstaubten Charme aus dem Kabarett einfangend. Andererseits wirkt das Ganze
etwas entrückt – nicht zuletzt wegen der mehr als verschrobenen Texte, deren
Inhalt man eher mit psychedelischen Zeitgenossen in Zusammenhang bringen
würde.
Man soll nicht immer die Floskel wiederholen, ein Künstler sei seiner Zeit
voraus. Wer aber so konsequent Misserfolge für seine Plattenfirma – bei
gleichzeitig guten Kritiken – einfährt, muss eine Methode haben. Jene konnte
man zuletzt nachhören bei seiner Kollaboration mit der amerikanischen Doom-
Metal Band Sunn O))).
Album: Scott (1967)

Jarvis Cocker – Black Magic
Auch diesen Mann könnte man verschroben nennen. Der, wie die Arctic
Monkeys, aus Sheffield stammende Musiker hat mit seiner Band Pulp Hits für
die junge Generation der 90er geschrieben – wie die Arctics Monkeys vielleicht
Mitte der 2000er. Black Magic basiert auf dem 68er Song Crimson and Clover
und auch außerhalb seines eigenen musikalischen Schaffens, verdingt sich
Cocker als Kenner alter und zum Teil obskurer Musik in Form einer Radioshow
für die BBC.
Album: Jarvis (2006)

Pavement – Carrot Rope
Ganze Alben von dieser Band durchlaufen zu lassen, kann zum Teil anstrengend
sein. Man mag dieser Gruppe für ihre Mischung aus Folk, Grunge, Indie und
Lärm aber nie böse sein. Zwischen Gefrickel und Albernheit verstecken sich
überaus eingängige Songs, die es allerdings viel zu selten aus der Unbekanntheit
heraus in die Charts geschafft haben. Vielleicht auch deshalb endete die Karriere
– nach fünf wirklich empfehlenswerten Alben – im Jahre 2000. Nach einigen
Reunion-Shows zehn Jahre später soll es aber nun ein Abschied für immer sein.
Album: Terror Twilight (1999)

Schreib einen Kommentar