Die MQ+ Playlist der Woche – 2 –

Ihr seid den Einheitsbrei auf euren Ohren satt, findet aber keine Inspiration, was man außer Helene noch so hören kann? Dann haben wir hier das Richtige für euch! Florian trumpft mit der 2. Playlist der Woche auf!

Hier geht’s zur Liste: Playlist – 2-


MGMT- CongratulationsEs gab da eine Zeit – so Ende 2008, Anfang 2009 – da kam keine Party, keineRadiostation und kein Extremsportvideo ohne einen Song von MGMT aus. Und sogar Nicolas Sarkozy nutzte es seines Zeichens während einerParteiveranstaltung (natürlich ergab sich daraus langatmiger Rechtsstreit). Das darauffolgende Album wurde sehr gut besprochen, hatte Charterfolg. Aber die Songs waren nicht mehr allgegenwärtig. Möglicherweise waren die sich nun herauskristallisierenden Psychedelic-Allüren zu stark; die Werbetreibenden im Radio vielleicht nicht erfreut. Schade eigentlich, denn dieser Quell für gute Laune darf eigentlich nicht ungehört bleiben.
Album: MGMT – Congratulations (2010)

 

Talking Heads – Slippery People
Wie oft noch soll jemand diese Band mit der Eigenschaft der Merkwürdigkeit
in Verbindung bringen – reicht es nicht langsam (die Kritiker aus den
glänzenden Magazin würden natürlich sagen: ‚Exzentrizität‘)? Wenn man aber mal die Diskographie durchgeht, kommt man leider nicht umhin zu sagen: ‚Das ist funky, das macht Spaß. Aber verdammt merkwürdig (‚exzentrisch‘)!‘
Meiner Ansicht nach dürfte sich ein jeder Gastgeber erlauben, ganze Alben derTalking Heads aufzulegen. Und das nicht nur, um zu zeigen, dass er
exzentrische Musik schätzt (weil man dann ja selbst exzentrisch ist). Es könnte Leute sogar zum Tanzen verleiten.
Album: Speaking in Tongues (1983)

 

The Claypool Lennon Delirium – Boomerang Baby
Ok, zum einen ist hier Les Claypool am Bass zu hören, der, um es milde
auszudrückenden, einen sehr durchsetzungsstarken Sound fährt. Vor allem
bekannt ist er als Frontmann der Band Primus (merke: von denen ist der Song aus dem South Park Intro). Im Vergleich zu seiner Präsenz bei Primus ist er hier doch eher noch zurückhaltend. Alles andere wäre auch übertrieben: Der Gesang von Sean Lennon (wessen Sohn mag er sein?) passt zum psychedelisch-träumerischen Impetus der Band, tatsächlich kommen sogar waschechte Songs dabei rum. Nein, sogar wirklich
sehr geile!
Album: Monolith of Phobos (2016)

 

The Beatles – I’m Only Sleeping
Ok, dieser Übergang lag fast schon zu nahe. John Lennons Ode an die Faulheit nimmt, hier stellvertretend für das gesamte Wirken der Beatles ab etwa `65, einen Sound vorweg, den man nicht nur in den folgenden Jahrzehnten als Psychedelic-Rock feiert, sondern auch heute noch schätzt. Als Beispiel könnte der vorhergegangene Song fungieren. Man mag sagen, John Lennon hat für selbigen nicht nur die biologische, sondern auch die musikalische Voraussetzung gesetzt.
Album: Revolver (1966)

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