Die MQ+ Playlist der Woche – 3 –

Ihr seid den Einheitsbrei auf euren Ohren satt, findet aber keine Inspiration, was man außer Helene noch so hören kann? Dann haben wir hier das Richtige für euch! Florian trumpft mit der 3. Playlist der Woche auf!

Hier geht’s zur Liste: Playlist Nr. 3

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The Kinks – Do You Remember Walter?
Wikipedia sagt, die Kinks zählen zu den Urvätern des Britpop. Für einen kleinen
Jungen aber reihten sich Stücke von den Kinks – beziehungsweise
Soloaufnahmen von Sänger Dave Davies – immer mühelos in den bunten Strauß
von Schlager und Volksmusik, der durch den Ersten Deutschen Rundfunk
gereicht wurde. Dummer Junge!
Ein Song wie dieser hier ist nämlich nicht nur nicht Schlager, sondern auch
keinesfalls nur Vorläufer. Man sollte sich vielmehr den Frevel erlauben und
sagen: Mit den Alben, die die Kinks ab Ende der 60er veröffentlicht haben,
wurden Maßstäbe gesetzt, die der Britpop auch knapp 30 Jahre später nicht
erreichen konnte.

Album: The Kinks are the Village Green Preservation Society (1968)

Weaves – Human
Eine langatmige Recherche (na klar) ergab, dass diese Band aus Toronto
stammt. Wirklich viele weitere Informationen finden sich nicht. Vielleicht gibt
man sich auch mit dem sehr spaßigen Debüt dieser Truppe zufrieden. Jenes
enthält, so könnte man zunächst meinen, Popsongs. Aber mit einer schnoddrigen
Art, die auch mal dem Bluesrock zunickt, räumen Weaves alle verfügbaren
Sympathiepunkte ab (aber nicht alle auf einmal ausgeben!).

Album: Weaves (2016)

The Sound – Heartland
Es ist Sonntag, Viertel vor zehn. Millionen Bürger wundern sich: ‚Warum
schaue ich jede Woche Tatort?‘ Vor ein paar Wochen konnte man zum ersten
Mal in 125 Jahren Tatort eine vernünftige Antwort auf diese Frage geben, denn
ein auffällig guter Song gelangte in die Kriminal-Telenovela. ‚Ach das ist The
Sound?‘ Seitdem laufen die Alben der Truppe, grandiose Handgemenge aus
Postpunk und Wave, rauf und runter.

Album: Jeopardy (1980)

Arcade Fire – Joan of Arc
Ich kenne wenige Menschen persönlich, die sagen, dass sie Arcade Fire mögen.
Manche sagen, dieser Indierock, der sei doch von gestern. Das mag ja alles seine
Richtigkeit haben. Aber diese Band hier hat mit ihren letzten beiden Alben
schlichtweg neue Klassiker des Art-Pop geschaffen. Na gut, vielleicht überzeugt
dieses Etikett noch viel weniger. Es passt aber schon ein wenig – so hieß es
seitens David Bowie in Bezug auf die erste Single des letzten Albums: ‚Wenn
ihr diesen Song nicht schnell abmischt, werde ich ihn euch klauen!‘

Album: Reflektor (2013)

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